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02. Juni 2026

Ambulante Onko-Reha: Sie ist erfolgreich, wenn sie im Alltag ankommt

Gemeinsam mit dem LUKS entwickelten wir ein Kommunikationskonzept für das ambulante onkologische Pre- und Rehabilitationsprogramm. Mit Workshops, Videos und Podcasts gingen wir der Frage nach, wie Gesundheitskommunikation neu gedacht werden muss, damit Angebote Betroffene tatsächlich erreichen.

Körperlich, psychisch und sozial. Krebsbetroffene Menschen sind weit über die medizinische Behandlung hinaus gefordert. Im Rahmen des «SAKK / Novartis Award Together For Patients» erhielt das interprofessionelle Team unter der Leitung von Dr. med. Kristin Zeidler-Knoblauch finanzielle Unterstützung für die Weiterentwicklung ihres Angebots im Bereich der onkologischen Rehabilitation. Konkret ging es um das ambulante onkologische Pre- und Rehabilitationsprogramm der Spitäler der Zentralschweizer LUKS Gruppe rund um das Luzerner Kantonsspital.

Im Zentrum des Programms stehen Physiotherapie, Psychoonkologie, Ernährungs- und Sozialberatung sowie ergänzende Angebote wie Yoga oder Meditation. Im Zentrum steht das Leitmotiv, dass Rehabilitation kein zusätzlicher Stressfaktor sein darf. Sie muss anschlussfähig bleiben und sich in den Alltag mit Familie und Beruf integrieren lassen.

In einem ersten Workshop durften wir das Team bei der standortübergreifenden Weiterentwicklung der ambulanten onkologischen Rehabilitation begleiten – strukturell, inhaltlich und wissenschaftlich. Bei der Vorbereitung leiteten uns Neugier und eine zentrale Frage: Wie wirksam ist dieses Programm – und was braucht es, damit es langfristig trägt?

Die Evaluation zeigte klar: Der Rehabilitationsbedarf ist hoch. An einzelnen Standorten bestehen Wartelisten – ein deutliches Zeichen für die Relevanz des Angebots.

Betroffene niederschwellig mit Podcasts erreichen
Aber wie bringt man die Angebote zu den Patient:innen? Diese Frage stand im Zentrum des zweiten Workshops. Viele Patient:innen leiden unter Fatigue (ausgeprägte Erschöpfung). Sie können sich deshalb zu Beginn häufig nicht vorstellen, neben der Bestrahlung und/oder Chemotherapie weitere Therapien in ihren vollen Terminkalender zu packen.

In engem Austausch mit den Verantwortlichen der einzelnen Therapieangebote haben wir Videos und Podcasts konzipiert und produziert, um den Krebspatient:innen die Vorteile des ambulanten onkologischen Pre- und Rehabilitationsprogramm aufzuzeigen. Im Podcast «Motivation» geht es zum Beispiel darum, warum es sich trotz Müdigkeit lohnt, an diesem Programm teilzunehmen, und warum Selbstwirksamkeit ein Motivator für die Krebsbehandlung sein kann.

Das Teaser-Video gibt einen Überblick über die verschiedenen Angebote – von Physiotherapie bis Psychoonkologie. Zudem erklärt eine Chirurgin, weshalb das Programm bereits vor einer Operation sinnvoll sein kann.

Ziel der Videos und Podcasts ist es, Patient:innen sowie Angehörige emotional und alltagsnah abzuholen. Themen wie Motivation, Anschlusslösungen, Sozialberatung oder die Rolle der Angehörigen haben wir zugänglich aufbereitet. Im Vordergrund stehen Erfahrungsberichte von Betroffenen für Betroffene.

Fazit
Das Projekt und die enge Zusammenarbeit mit dem LUKS hat eindrücklich gezeigt, wie wichtig gute Kommunikation im Gesundheitswesen ist und dass sie weit mehr ist als Informationsvermittlung. Denn selbst die besten Angebote entfalten ihre Wirkung nur, wenn Betroffene den Mehrwert für ihre individuelle Situation erkennen und sich angesprochen fühlen.

Andrea May
Cynthia Ringgenberg

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